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Klavierakkorde für Anfänger: die 8 wichtigsten zuerst
Acht Akkorde, C bis A, alle aus derselben einfachen Form: eine Taste auslassen, eine Taste spielen. Lern sie zuerst mit der rechten Hand und nimm dann den Grundton in der linken dazu.
Lern sie in dieser Reihenfolge
Alle acht Akkorde nutzen dieselbe Handform, deshalb richtet sich die Reihenfolge nach den Tasten: zuerst die drei Durakkorde von C-Dur, dann ihre Moll-Verwandten, dann zwei Akkorde mit einer schwarzen Taste.
- C — drei weiße Tasten: eine auslassen, eine spielen. Daumen, Mittelfinger, kleiner Finger.
- G — dieselbe Form, nach G verschoben; zusammen mit C beendet er die Hälfte aller jemals geschriebenen Songs.
- F — dieselbe Form ab F, direkt unter dem C-Akkord. Die Hand bleibt an einer Stelle.
- Am — wieder nur weiße Tasten: A, C, E. Dein erster Mollakkord, die Mollparallele von C.
- Em — E, G, H: Am um zwei Tasten nach oben verschoben. In vielen Songs ein sanfterer Ersatz für G.
- Dm — D, F, A: der Mollakkord zwischen C und F. Passt wunderbar vor G.
- D — deine erste schwarze Taste: Der mittlere Ton ist F♯. Gleiche Handform, nur der Mittelfinger wandert auf die schwarze Taste.
- A — wieder eine schwarze Taste in der Mitte (C♯). Mit D kannst du in den Tonarten G und D spielen.
Diese Wechsel solltest du üben
Wechsle zwischen diesen Akkorden, ohne auf die Hand zu schauen. Lass die Finger liegen, die auf derselben Taste bleiben, und bewege die anderen auf dem kürzesten Weg.
C zu F: Der Daumen bleibt auf C, die beiden anderen Finger gehen eine und zwei Tasten nach oben.
C zu G: Spiel G als H–D–G (1. Umkehrung): G bleibt, die beiden anderen Finger rutschen eine Taste nach unten.
Am zu F: Spiel F als A–C–F (1. Umkehrung): A und C bleiben, nur der obere Finger geht von E zu F.
F zu G: Die ganze Hand rückt eine Taste nach oben. Die Form bleibt wie eingefroren.
Am zu Em: E haben beide gemeinsam; die anderen Finger bewegen sich um eine oder zwei Tasten.
Dm zu G: die II–V-Verbindung aus jedem Jazzstück, hier mit einfachen Dreiklängen.
Ein Zwei-Wochen-Plan
Zehn bis fünfzehn Minuten am Tag bringen mehr als eine Stunde am Sonntag. Nutz das Metronom bei langsamem Tempo und werde erst schneller, wenn die Wechsel sauber sind.
- Tag 1–2: C mit der rechten Hand, 1-3-5. Spielen, abheben, wieder spielen – ohne hinzuschauen.
- Tag 3–4: G und F dazu. Spiel C–F–G–C in Schleife, je vier Schläge bei 60 BPM.
- Tag 5–6: Am dazu. Spiel C–Am–F–G, die vier Akkorde unzähliger Popsongs.
- Tag 7–8: Em und Dm dazu. Jetzt hast du alle sechs Akkorde der Tonart C-Dur.
- Tag 9–10: Lern die 1. und 2. Umkehrung von C, F und G, damit sich die Hand kaum noch bewegt.
- Tag 11–12: D und A mit ihren schwarzen Tasten dazu. Spiel G–D–Am–F in Schleife.
- Tag 13–14: Nimm die linke Hand dazu: den Grundton eine Oktave tiefer auf Schlag 1, während die rechte Hand den Akkord hält.
Typische Fehler
- Flache Finger. Wölbe sie, als hieltest du einen Ball, und spiel mit den Fingerkuppen.
- Bei jedem Akkord auf die Hand schauen. Nutz stattdessen die schwarzen Tasten als Orientierung zum Ertasten.
- Steifes Handgelenk. Lass die Hand aus einem lockeren Handgelenk in die Tasten fallen und das Armgewicht die Arbeit machen.
- Immer nur die Grundstellung spielen. Mit Umkehrungen wird C–F–G fast mühelos.
- Ungleichmäßige Akkorde: eine Taste lauter als die anderen. Drück alle drei Tasten exakt im selben Moment.
Wie geht es weiter?
Als Nächstes lernst du die Septakkorde (G7, Cmaj7, Am7) und die Umkehrungen aller Akkorde, die du schon kennst. Die Akkordtabelle zum Ausdrucken bringt die gängigen Akkorde aller 12 Grundtöne auf ein Blatt.